Alle Jahre wieder… ist Zeckenzeit!

Jeder Hundehalter hat früher oder später zwangsläufig mit Zecken zu tun. Die blutsaugenden Parasiten sind aber nicht nur lästig, sondern können auch richtig gefährlich werden. Die immer milder werdenden Winter begünstigen die Ausbreitung dieser Tiere und selbst Zeckenarten, die sonst nur im Mittelmeerraum zu finden sind breiten sich immer mehr Richtung Norden aus. Das bringt auch neue Krankheiten mit sich, die durch den Biss der Zecke übertragen werden können.

 

Die Hochsaison der Zeckenzeit

Zecken kommen vor allem vom Frühlingsanfang (März) bis Ende Herbst (Oktober) vor, jedoch kommen Zecken selbst in den kalten Wintermonaten immer mal wieder vor. Es gibt also keine Garantie, das man im Winter sicher vor Zecken ist. Der gemeine Holzbock wird schon bei Temperaturen von unter 10 Grad aktiv! Zecken benötigen ein relativ feuchtes und warmes Klima, aber auch in kalten Jahreszeiten gibt es Orte an denen Zecken Plätze zum überleben finden.

 

Wichtig bei einem Zeckenbiss:

– die Zecke muss so schnell wie möglich entfernt werden! Borrelien (Auslöser der Borreliose) werden meist erst einige Stunden nach dem Stich übertragen, je schneller die Zecke entfernt wurde, je geringer ist die Chance das diese Krankheitserreger übertragen werden. FSME-Viren werden aber schon direkt mit dem Zeckenbiss übertragen!

– die Zecke muss möglich vollständig entfernt werden. Wenn der Kopf drin bleibt, ist das aber auch nicht gefährlich. Der fällt in den nächsten Tag von selbst ab. Die Stelle sollte einfach beobachtet werden.

Tipp: Beim Verwenden von Zeckenhaken hat sich ein drehen, anstatt ziehen bewährt. Zecken haben zwar kein Gewinde, jedoch können sie sich bei diesen Drehungen nicht länger festhalten und lassen dann los. Man versucht die Zecke mit den Haken möglichst am Ansatz einzuspannen und dreht dann in eine beliebige Richtung, man kann die Richtungen auch wechseln – bis die Zecke loslässt. Mit dieser Methode schafft man es ohne zu ziehen meist sehr gut die gesamte Zecke mit Kopf heraus zu bekommen und für den Hund ist es auch angenehmer.

– beim Entfernen nicht quetschen, sonst könnten Erreger aus dem Zeckeninneren in die Wunde gelangen. Auf Mittel wie Klebstoff oder Alkohol sollte verzichtet werden.

 

Schutz gegen Zecken

Es gibt viele verschiedene Mittel für die Zeckenprophylaxe auf dem Markt. Auch bei uns erhalten sie verschiedene Präparate um ihr Haustier gegen Parasiten, wie Zecken und Flöhe etc. zu schützen. Bitte sprechen Sie uns in der Praxis an, wir beraten Sie gern vor Ort welches Mittel für ihr Tier das Beste ist. (Wir führen auch Bravecto - ein Präparat in Tablettenform, welches Ihren Liebling 3 Monate lang vor Parasiten schützt und auch für Hunde mit dem MDR1-Defekt zugelassen ist.)